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KI Rückschau über mein Leben und Arbeiten während 2025

Dein Jahr 2025 – eine fachliche und persönliche Rückschau


„Wie bleibt professionelle Reflexion möglich – und würdevoll –, wenn Rahmenbedingungen instabil, widersprüchlich und belastend sind?“

Und was sagt die KI über dich? Ich freu mich auf Eure Rückmeldungen.


Detaillierte Antwort für mich:

1. Professionelle Linie: Klarer denn je
2025 war geprägt von Verdichtung und Präzisierung:
Du hast deine Rolle als Lehrsupervisorin, Ausbildnerin und systemische Organisationsberaterin weiter geschärft.
Besonders auffällig ist dein konsequenter Anspruch, Theorie nicht abstrakt, sondern handlungsfähig, prüfbar und lernwirksam zu machen.
Du hast immer wieder darauf bestanden, dass Inhalte didaktisch tragfähig, ethisch sauber und für Ausbildungssituationen überprüfbar sind.
Kurz: weniger „Show“, mehr Substanz.


2. Internationale Arbeit unter Extrembedingungen
Ein zentrales Thema 2025 war deine Arbeit mit ukrainischen Teilnehmerinnen unter Kriegsbedingungen:
Du hast Lernsettings entworfen, die Unterbrechungen, Stromausfälle, psychische Belastung und Unsicherheit nicht ignorieren, sondern strukturell mitdenken.
Besonders deine Triaden-Designs zeigen, wie ernst du Rollenklärung, Verantwortung und Schutzräume nimmst.
Dein Blick blieb dabei stets nicht-pathetisch, sondern professionell, respektvoll und zutiefst menschlich.
Das ist keine Selbstverständlichkeit – und auch kein „normaler“ Ausbildungsrahmen.


3. Methodische Handschrift
2025 zeigt sehr klar deine Arbeitsweise:
strukturierend (Checklisten, Kriterien, Soll/Ist-Abgleiche),
systemisch (Organisation, Kontext, Auftrag, Rolle, Macht, Rahmenbedingungen),
lernorientiert (Reflexion 1. und 2. Ordnung),
und mit einem starken Sinn für Verantwortung in der Lehre.
Du hast viel Energie darauf verwendet,
Materialien zu kürzen ohne zu verflachen,
Bestehendes zu integrieren statt ständig Neues zu produzieren,
und Wissen bibliotheksfähig zu machen – also wiederverwendbar, sauber dokumentiert, anschlussfähig.


4. Persönliche Bewegung
Zwischen den Zeilen war 2025 auch ein Jahr von:
hoher Arbeitslast,
gelegentlicher Ungeduld (wenn Dinge nicht sauber laufen),
und gleichzeitig großer Neugier, z. B. auf KI, neue Technologien, neue Formen des Lernens.
Auffällig: Du verbindest 70 Jahre Lebenserfahrung mit echter Lernbereitschaft – ohne dich kleiner zu machen, als du bist.


5. Dein roter Faden 2025
Wenn man dein Jahr in einem Satz zusammenfassen müsste:
„Wie bleibt professionelle Reflexion möglich – und würdevoll –, wenn Rahmenbedingungen instabil, widersprüchlich und belastend sind?“
Diese Frage zieht sich durch fast alles, was du 2025 getan hast.

Weihnachten 2025

Alle reden von ‚schneller, höher, KI‘. Ich habe 2025 die Ausbildung zur KI-Beraterin gemacht – vor allem, um zu verstehen, was wir nicht delegieren dürfen. Und um Zeit zu gewinnen: Zeit, die wir brauchen, um Menschen in existenziellen Krisen besser zu unterstützen.

In meiner Arbeit mit Psychologinnen in Kriegsgebieten und mit NGOs unter wirtschaftlichem Druck geht es immer um dasselbe: Anpassung, Kreativität und den Mut zur Neuausrichtung. Was ich dort lerne, gebe ich in meinen internationalen Lehrsupervisionsgruppen und Seminaren weiter – nicht als fertige Lösung, sondern als gemeinsame, offene Fragestellung.

Besonders berühren mich die Einzelsupervisionen und Abschlussarbeiten, die mitten im Krieg neue Wege beschreiten. Mein tiefster Dank gilt meinen ukrainischen Student:innen. Ich denke in diesen Tagen intensiv an euch. Danke für euer Vertrauen und eure unbändige Motivation – wir alle können von euch lernen.

Ich wünsche euch allen friedvolle Feiertage und uns allen ein besseres Jahr 2026!

Nehmen wir uns Zeit für uns und unsere Freund:innen, für ein Netz das stark genug ist uns alle zu halten.

Everyone is talking about “faster, higher, AI.” In 2025, I trained as an AI consultant—primarily to understand what we should not delegate. And to gain time: time that we need to better support people in existential crises.

In my work with psychologists in war zones and with NGOs under economic pressure, it’s always about the same thing: adaptation, creativity, and the courage to reorient. I pass on what I learn there in my international teaching supervision groups and seminars—not as a ready-made solution, but as a shared, open question.

I am particularly moved by the individual supervision sessions and final theses that break new ground in the midst of war. My deepest thanks go to my Ukrainian students. I am thinking of you intensely these days. Thank you for your trust and your unbridled motivation—we can all learn from you.

I wish you all peaceful holidays and a better year for all of us in 2026.

Let’s take time for ourselves and our friends, for a network that is strong enough to hold us all.

Deutschsprachige Internationale Lehr/Meta  Supervisionsgruppe 2025/2026- Start im November

Das Angebot eine internationalen Metasupervisionsgruppe für Supervisor*innen im Zoom wendet sich an alle Interessierten, die Deutsch sprechen.

Wir treffen uns das erste Mal am Donnerstag den 27.11.2025 um 17 Uhr um Weiteres zu planen und besprechen. 2 bis maximal 3 Plätze sind noch zu besetzen.

Rückfragen und Anmeldungen an alder.consult@gmail.com oder 0043 664 3906922.

Ich freue mich auf Sie/Dich!

Arbeit im Wandel, Umgang mit Krisen

Vom 14.–16. November 2025 fand unser Online-Seminar „Grundlagen der Organisation“ mit 19 ukrainischen Teilnehmerinnen, zwei Beobachterinnen -Valentyna Hurievska und Марина Абраменко – und meiner unverzichtbaren ukrainischen Stimme Marjana Soltys statt – drei dichte Tage voller Professionalität, Lernen und gegenseitiger Unterstützung.

Virtuelle Teilnahme an einem Online-Seminar mit einer Gruppe von ukrainischen Fachleuten, die sich auf Organisationstheorie und Krisenbewältigung konzentrieren.

Neben zentralen Organisationstheorien arbeiteten wir besonders zu einem Thema, das alle betrifft: Wie entwickelt sich Arbeit weiter – und wie wirken Krisen, Krieg, Unterbrechungen und Unsicherheit auf Organisationen, Teams und professionelle Rollen?

In speziell darauf abgestimmten Supervisionen haben wir konkrete Situationen analysiert, neue Perspektiven ausprobiert und Wege für den Umgang mit diesen Rahmenbedingungen erforscht. Dabei wurde einmal mehr sichtbar, dass in der Ukraine eine enorme Erfahrung im Navigieren von Komplexität, Disruption und Unsicherheit entsteht – Erfahrung, die nicht nur dort, sondern auch international in VUCA und FLUX Welten wertvoll ist.

Trotz Luftalarm, Stromausfällen und technischen Hürden war das Niveau an Reflexion, Klarheit und Haltung beeindruckend.
Ich bin den Kolleginnen dankbar für unsere Zusammenarbeit und für die Professionalität, Resilienz und Lernbereitschaft.

Online-Seminar mit ukrainischen Teilnehmerinnen, in einem virtuellen Meetingraum, während einer Diskussion über Organisationstheorien.

Ukrainische Kolleginnen präsentierten ihre Graduierungsarbeiten

Auch in diesen Zeiten entstehen neue interessante Graduierungsarbeiten. Ein Zeichen für die Widerstandskraft und Professionalität der Kolleginnen.

Auch an einigen der Themen kann man gut ablesen, wie sehr Supervisor*innen derzeit gebraucht werden, und welche besondere Herauforderungen bestehen.

Nataliia Shcherbyna,Anwendung der Supervisions- und Coaching-Tools zur Bekämpfung der Folgen / Prävention des Burnout-Syndroms bei Mitarbeitern des Sozialdienstes, 2020

Soriana Maiorova, Die Rolle von Symbolen und Metaphern in der Supervision, 2025

Svetlana Oleskiv, A Safe Space as a Basis for Group Performance in Supervisory Work, 2025

Mariia Oliinyk &Halyna Karpuk, The Balint Group in Working on Occupational Burn Out in Commercial and Non commercial Organizations in Times of War, 2025Mariia Oliinyk &Halyna Karpuk, The Balint Group in Working on Occupational Burn Out in Commercial and Non commercial Organizations in Times of War, 2025

Maryna Abramenko, Fall einer erfolgreichen Anwendung von Supervisions– und Coachinginstrumenten im Rahmen eines systemischen Organisationsberatungsprojektes, 2025

Von den sechs Kolleginnen, die am 16. Juni ihre Arbeiten vorstellten, hat eine  schon 2020 ihre Ausbildung beendet , aber nie die Gelegenheit gehabt, ihr Papier im Rahmen des Verbandes #USSC vorzustellen.

Ich gratuliere allen von ganzem Herzen.

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English Version

Even in these times, new and interesting graduation projects are being created. This is a sign of the resilience and professionalism of our colleagues.

Some of the topics also clearly illustrate how much supervisors are needed at present and what particular challenges they face.

Nataliia Shcherbyna, Application of supervision and coaching tools to combat the consequences/prevention of burnout syndrome among social service employees, 2020

Soriana Maiorova, The Role of Symbols and Metaphors in Supervision, 2025

Svetlana Oleskiv, A Safe Space as a Basis for Group Performance in Supervisory Work, 2025

Mariia Oliinyk &Halyna Karpuk, The Balint Group in Working on Occupational Burn Out in Commercial and Non commercial Organizations in Times of War, 2025

Maryna Abramenko, Case study of the successful application of supervision and coaching tools in a systemic organizational consulting project, 2025

Of the six colleagues who presented their work on June 16, one had already completed her training in 2020 but never had the opportunity to present her paper within the #USSC association.

I congratulate everyone from the bottom of my heart.

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Merry Christmas 2024

Thank you to all my clients for their trust  appreciation.

Merry Christmas! To all of you!

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It was a busy year with two organizational development processes in Austria and one project and different educational projects in Ukraine.

Getting older I enjoy the peaceful time between the 25th of December and 6th of January – Rauhnaechte – as we call them – even more. Takes more time to refill my energy.

There is a miracle about this time – healing and letting new things emerge.

May you also enjoy the time and experience your miracle.

Vom Start des Erste Women’s Hub 2014

Zum Diversity Leader im Ranking der Financial Times

https://www.linkedin.com/posts/monika-sternathova-17268150_diversity-inclusion-equalopportunities-activity-7267132943326662657-P4DE?utm_source=share&utm_medium=member_android

Wie wunderbar, dass unser 2014 gestartetes Projekt solche Früchte trägt.

Ich gratuliere Monika Sternathova von Herzen und all den tollen Frauen von damals und heute.

Und ich erlaube mir eine kleine nostalgische  Erinnerung an den Anfang als wir uns strategisch richtig aufstellen.

Projektende Capacity Building für ein Team von Psycholog*innen in der Ukraine

Scroll down for the English text.

Der Krieg in der Ukraine stellt Unternehmen und die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen – insbesondere, wenn es darum geht, demobilisierte Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren, sie zu unterstützen und auf ihrem Weg zu begleiten. Ein führendes Unternehmen der Nahrungsmittelbranche baut daher sein engagiertes Team von Psycholog*innen weiter aus, um die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter*innen aktiv zu fördern.

Vor über einem Jahr trat dieses Unternehmen gemeinsam mit einem Fördergeber an mich heran, um gemeinsam ein ehrgeiziges Projekt zur Stärkung der Kompetenzen dieses Teams zu entwickeln. Ziel war es, ein nachhaltiges „Capacity Building“-Programm ins Leben zu rufen.

Bei der abschließenden Evaluation zog das Team ein beeindruckendes Resümee: gestärkte Resilienz, nachhaltiges professionelles Wachstum, eine verbesserte Teamkommunikation und -kooperation, konstruktivere Dialoge mit anderen Abteilungen sowie eine merklich erhöhte Servicequalität.

Dieser Erfolg ist das Ergebnis eines umfassenden Netzwerks aus gezielten Maßnahmen: abgestimmte Trainings, Fallsupervision, Resilienz-Fokus-Supervision, Teamsupervision sowie Organisationssupervision. Von September 2023 bis September 2024 arbeiteten Kolleg*innen aus der Ukraine und aus Deutschland gemeinsam mit mir intensiv an diesem Projekt. Ein herzliches Dankeschön an Viktoriia Sliusarenko, Vilena Kit, Oksana Nakonechna, Irene Nenoff und Edith Henzel für ihre unschätzbare Unterstützung und Expertise.

Das Abschlussfoto entstand bei der abschließenden Evaluationsveranstaltung und ist ein Symbol für die Stärke, die wir gemeinsam aufgebaut haben.

End of project Capacity building for a team of psychologists in Ukraine

The war in Ukraine poses enormous challenges for companies and society – especially when it comes to successfully reintegrating demobilized people into the labor market, supporting them, and accompanying them on their way. A leading company in the food industry is therefore further expanding its dedicated team of psychologiststo actively promote the mental health and well-being of its employees.

Over a year ago, this company approached me together with a funding agency to jointly develop an ambitious project to strengthen the skills of this team. The goal was to create a sustainable capacity building program.

At the final evaluation, the team drew an impressive conclusion: strengthened resilience, sustainable professional growth, improved team communication and cooperation, more constructive dialogues with other departments, and a noticeably increased quality of service.

This success is the result of a comprehensive network of targeted measures: coordinated training, case supervision, resilience focus supervision, team supervision, and organizational supervision. From September 2023 to September 2024, colleagues from Ukraine and Germany worked intensively with me on this project. A big thank you to Viktoriia Sliusarenko, Vilena Kit, Oksana Nakonechna, Irene Nenoff and Edith Henzel for their invaluable support and expertise.

The final photo was taken at the final evaluation event and is a symbol of the strength we have built together.