Schlagwort-Archive: Supervision

Weihnachten 2025

Alle reden von ‚schneller, höher, KI‘. Ich habe 2025 die Ausbildung zur KI-Beraterin gemacht – vor allem, um zu verstehen, was wir nicht delegieren dürfen. Und um Zeit zu gewinnen: Zeit, die wir brauchen, um Menschen in existenziellen Krisen besser zu unterstützen.

In meiner Arbeit mit Psychologinnen in Kriegsgebieten und mit NGOs unter wirtschaftlichem Druck geht es immer um dasselbe: Anpassung, Kreativität und den Mut zur Neuausrichtung. Was ich dort lerne, gebe ich in meinen internationalen Lehrsupervisionsgruppen und Seminaren weiter – nicht als fertige Lösung, sondern als gemeinsame, offene Fragestellung.

Besonders berühren mich die Einzelsupervisionen und Abschlussarbeiten, die mitten im Krieg neue Wege beschreiten. Mein tiefster Dank gilt meinen ukrainischen Student:innen. Ich denke in diesen Tagen intensiv an euch. Danke für euer Vertrauen und eure unbändige Motivation – wir alle können von euch lernen.

Ich wünsche euch allen friedvolle Feiertage und uns allen ein besseres Jahr 2026!

Nehmen wir uns Zeit für uns und unsere Freund:innen, für ein Netz das stark genug ist uns alle zu halten.

Everyone is talking about “faster, higher, AI.” In 2025, I trained as an AI consultant—primarily to understand what we should not delegate. And to gain time: time that we need to better support people in existential crises.

In my work with psychologists in war zones and with NGOs under economic pressure, it’s always about the same thing: adaptation, creativity, and the courage to reorient. I pass on what I learn there in my international teaching supervision groups and seminars—not as a ready-made solution, but as a shared, open question.

I am particularly moved by the individual supervision sessions and final theses that break new ground in the midst of war. My deepest thanks go to my Ukrainian students. I am thinking of you intensely these days. Thank you for your trust and your unbridled motivation—we can all learn from you.

I wish you all peaceful holidays and a better year for all of us in 2026.

Let’s take time for ourselves and our friends, for a network that is strong enough to hold us all.

Arbeit im Wandel, Umgang mit Krisen

Vom 14.–16. November 2025 fand unser Online-Seminar „Grundlagen der Organisation“ mit 19 ukrainischen Teilnehmerinnen, zwei Beobachterinnen -Valentyna Hurievska und Марина Абраменко – und meiner unverzichtbaren ukrainischen Stimme Marjana Soltys statt – drei dichte Tage voller Professionalität, Lernen und gegenseitiger Unterstützung.

Virtuelle Teilnahme an einem Online-Seminar mit einer Gruppe von ukrainischen Fachleuten, die sich auf Organisationstheorie und Krisenbewältigung konzentrieren.

Neben zentralen Organisationstheorien arbeiteten wir besonders zu einem Thema, das alle betrifft: Wie entwickelt sich Arbeit weiter – und wie wirken Krisen, Krieg, Unterbrechungen und Unsicherheit auf Organisationen, Teams und professionelle Rollen?

In speziell darauf abgestimmten Supervisionen haben wir konkrete Situationen analysiert, neue Perspektiven ausprobiert und Wege für den Umgang mit diesen Rahmenbedingungen erforscht. Dabei wurde einmal mehr sichtbar, dass in der Ukraine eine enorme Erfahrung im Navigieren von Komplexität, Disruption und Unsicherheit entsteht – Erfahrung, die nicht nur dort, sondern auch international in VUCA und FLUX Welten wertvoll ist.

Trotz Luftalarm, Stromausfällen und technischen Hürden war das Niveau an Reflexion, Klarheit und Haltung beeindruckend.
Ich bin den Kolleginnen dankbar für unsere Zusammenarbeit und für die Professionalität, Resilienz und Lernbereitschaft.

Online-Seminar mit ukrainischen Teilnehmerinnen, in einem virtuellen Meetingraum, während einer Diskussion über Organisationstheorien.

Projektende Capacity Building für ein Team von Psycholog*innen in der Ukraine

Scroll down for the English text.

Der Krieg in der Ukraine stellt Unternehmen und die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen – insbesondere, wenn es darum geht, demobilisierte Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren, sie zu unterstützen und auf ihrem Weg zu begleiten. Ein führendes Unternehmen der Nahrungsmittelbranche baut daher sein engagiertes Team von Psycholog*innen weiter aus, um die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter*innen aktiv zu fördern.

Vor über einem Jahr trat dieses Unternehmen gemeinsam mit einem Fördergeber an mich heran, um gemeinsam ein ehrgeiziges Projekt zur Stärkung der Kompetenzen dieses Teams zu entwickeln. Ziel war es, ein nachhaltiges „Capacity Building“-Programm ins Leben zu rufen.

Bei der abschließenden Evaluation zog das Team ein beeindruckendes Resümee: gestärkte Resilienz, nachhaltiges professionelles Wachstum, eine verbesserte Teamkommunikation und -kooperation, konstruktivere Dialoge mit anderen Abteilungen sowie eine merklich erhöhte Servicequalität.

Dieser Erfolg ist das Ergebnis eines umfassenden Netzwerks aus gezielten Maßnahmen: abgestimmte Trainings, Fallsupervision, Resilienz-Fokus-Supervision, Teamsupervision sowie Organisationssupervision. Von September 2023 bis September 2024 arbeiteten Kolleg*innen aus der Ukraine und aus Deutschland gemeinsam mit mir intensiv an diesem Projekt. Ein herzliches Dankeschön an Viktoriia Sliusarenko, Vilena Kit, Oksana Nakonechna, Irene Nenoff und Edith Henzel für ihre unschätzbare Unterstützung und Expertise.

Das Abschlussfoto entstand bei der abschließenden Evaluationsveranstaltung und ist ein Symbol für die Stärke, die wir gemeinsam aufgebaut haben.

End of project Capacity building for a team of psychologists in Ukraine

The war in Ukraine poses enormous challenges for companies and society – especially when it comes to successfully reintegrating demobilized people into the labor market, supporting them, and accompanying them on their way. A leading company in the food industry is therefore further expanding its dedicated team of psychologiststo actively promote the mental health and well-being of its employees.

Over a year ago, this company approached me together with a funding agency to jointly develop an ambitious project to strengthen the skills of this team. The goal was to create a sustainable capacity building program.

At the final evaluation, the team drew an impressive conclusion: strengthened resilience, sustainable professional growth, improved team communication and cooperation, more constructive dialogues with other departments, and a noticeably increased quality of service.

This success is the result of a comprehensive network of targeted measures: coordinated training, case supervision, resilience focus supervision, team supervision, and organizational supervision. From September 2023 to September 2024, colleagues from Ukraine and Germany worked intensively with me on this project. A big thank you to Viktoriia Sliusarenko, Vilena Kit, Oksana Nakonechna, Irene Nenoff and Edith Henzel for their invaluable support and expertise.

The final photo was taken at the final evaluation event and is a symbol of the strength we have built together.

Internationale Lehrsupervisionsgruppe 2024

Diese Vorstellung ist besonders die Teilnehmer*innen eines Lehrgangs im ÖAGG gedacht. Das Angebot eine internationalen Metasupervisionsgruppe für Supervisor*innen im Zoom wendet sich aber an alle Interessierten, die Deutsch sprechen.

Rückfragen und Anmeldungen an alder.consult@gmail.com oder ab 8. Dezember 2023 0664 3906922.

Ich freue mich auf Sie/Dich!

Wieder einmal anfangen

Anfangen wie immer mit Vorfreude und a bisserl Adrenalin.

Anfangen nach einem Sommer voller Vorbereitung und Lernen und dem Treffen mit vielen Kolleg*innen bei der Sommeruniversität in Budapest https://ansesu23.szupervizorok.hu/

Anfagen und weitermachen an vielen Themen.

In den nächsten Wochen wird eine Lehrsupervisionsgruppe auf Deutsch und eine andere auf Englisch nach der Sommerpause fortgesetzt.

Die Supervision für die Ausbildung von Pflegeassistentinnen geht ins Herbstsemester.

Ein Projekt in der Ukraine zusammen mit ukrainischen Kolleg*innen hat nächsten Dienstag Kick Off und ein OE Projekt in Österreich geht in die nächste Phase.

Ja und natürlich die Einzesupervisionen und Coachings in meiner Praxis und via ZOOM.

Die Betreung der Abschlussarbeiten der ukrainischen Kolleginnen ist auch über den Sommer weitergegangen.

Und wer weiß, was noch kommt. Ich freue mich auf euch/Sie.

Supervision – Organisation – Kaunas

Danke an die Litauischen Kolleg*innen für die Einladung einen Lernprozess zu dem Thema zu gestalten. Wenig Theorie, viele Übungen, Reflexionen, Supervisionen, sehr viel Arbeit in drei Arbeitsgruppen.

Hier zwei wichtige Thesen:
Es gibt keine Supervision ohne den Kontext einer Organisation. Auch wenn die Organisation nur aus einer Person besteht.

Verbote und Gebote spannen den Rahmen auf in dem sich die Mitglieder einer Organisation bewegen. Idealerweise wird die offizielle Organisationsstruktur (der hölzerne Rosenbogen) – ja die von der Hochglanzbroschüre – ständig in Kommunikationsprozessen wieder verhandelt und wird so zu einer lebenden Struktur. (die Rosen).

Spannende Arbeit – die Tage sind wie im Flug vergangen.

Seminar in Kaunas – Litauen 16 & 17 Juni 2023

Supervisor*innen im Organisationskontext – es gibt noch freie Plätze.

Inhalt:
Was ist eine Organisation (= Unternehmen, Institution, NGO, Ministerium etc.)?
Eine Organisation besteht nicht nur aus Büros und Gebäuden, nicht aus offiziellen Dokumenten und Routinen, nicht einmal aus allen Menschen zusammen, die dort arbeiten. Es ist all das und noch viel mehr.

Die Antwort, die die moderne systemische Theorie postuliert, lautet: Eine Organisation ist ein System von Kommunikation/Entscheidungen.

Für unsere Kunden bietet die Organisation einen Rahmen. Innerhalb einer Organisation gibt es erfolgreiche Wege, wie man handelt, wie man die Realität wahrnimmt, wie man fühlt und wie man denkt, die sich sehr von anderen Organisationen unterscheiden können. Ob jemand erfolgreich ist, hängt nicht nur davon ab, wie man sich – genau richtig – verhält, sondern auch davon, zu erkennen, wo man steht, zu reflektieren und entsprechend zu handeln. In diesem Seminar/Workshop machen wir Organisationen sichtbar. Und wir unterstützen unsere Kund*innen bei der Reflexion, um herauszufinden, wie sie dies nutzen können, um hilfreiche Lösungen zu finden.

Methoden: Selbstreflexion, Übungen, gegenseitiges Coaching, Supervision, Gruppenarbeit. Ein grundlegendes Handout (Folien) zur systemischen Theorie und systemischen Supervision wird im Voraus gesendet, um vorher studiert zu werden.

Neugierig auf Kaunas und darauf mit Kolleg*innen gemeinsam zu Organisationen zu reflektieren?

Der Litauische Verband der Supervisor*innen LPSKA und ich – Elisabeth Alder – laden ein.
Ort: Vytautas Magnus Universität (VMU), Jonavos Str. 66, Kaunas.
Zeit: 16. Juni 10.00 – 18.00 Uhr, 17. Juni 9.00 – 17.00 Uhr
Das Seminar wird in englischer Sprache abgehalten.
Die Kosten für das Seminar betragen 80 Euro.
Anmeldung bis zum 7. Juni unter folgendem Link: https://forms.gle/2aTTnCat64z7TYGH8  
Die Teilnahmegebühr ist bei der Anmeldung auf das LPSKA-Konto: LT817044060003969626 zu überweisen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Supervision in der Pflegeausbildung

Schon lange habe ich keine so befriedigende Arbeit erlebt, wie die Unterstützung der Reflexion in der für uns alle so wichtigen Ausbildung der Pflegekräfte. Es war ein Pilotprojekt mit sehr positivem Feedback.

Auch um diese motivierten Menschen beim Berufseinstieg zu begleiten wäre regelmäßige Supervision wichtig. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich im Gesundheitssystem dafür finanzielle Ressourcen finden lassen.

Reflexion und berufliche Rollen

Danke lieber Siegfried Tatschl für deine hohe Kompetenz und deine Unterstützung der Ausbildung von Supervisorinnen in der Ukraine auch in diesen herausfordernden Zeiten.

Und danke der wunderbaren Gruppe, die Viktoria Sliusarenko immer wieder zusammenbringt. Es braucht ungeheuer viel Interesse und Motivation, um trotz Stromabschaltungen, Luftangriffen und Überlastung im Alltag diesen Weg weiter zu gehen. Welche herausragende Qualität ich dabei erleben darf, überrascht mich immer wieder und macht mich glücklich. Euch allen ein großes DANKE.

Ausbildungsseminar am 3. + 4. Feber 2023
Die Teilnehmerinnen leben derzeit in Odesa, L’viv, Kyiv und Ländern, in die einige geflüchtet sind – Polen, Deutschland und Armenien. Und sie bilden eine starke Gruppe.

Discussing the Use of Supervision in a Situation of Crisis

It was a pleasure to work with the colleagues from Estonia and Latvia on Supervision in Crisis Situations. Вікторія Слюсаренко and I discussed the topic and developed some hypotheses mainly for the Russian attack on Ukraine. Unfortunately Viktoria could not join so I had the task to present our results to the group. The group worked on the influence of Covid 19 crisis. Similarities and differences – one step further on understanding.