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Seminar in Kaunas – Litauen 16 & 17 Juni 2023

Supervisor*innen im Organisationskontext – es gibt noch freie Plätze.

Inhalt:
Was ist eine Organisation (= Unternehmen, Institution, NGO, Ministerium etc.)?
Eine Organisation besteht nicht nur aus Büros und Gebäuden, nicht aus offiziellen Dokumenten und Routinen, nicht einmal aus allen Menschen zusammen, die dort arbeiten. Es ist all das und noch viel mehr.

Die Antwort, die die moderne systemische Theorie postuliert, lautet: Eine Organisation ist ein System von Kommunikation/Entscheidungen.

Für unsere Kunden bietet die Organisation einen Rahmen. Innerhalb einer Organisation gibt es erfolgreiche Wege, wie man handelt, wie man die Realität wahrnimmt, wie man fühlt und wie man denkt, die sich sehr von anderen Organisationen unterscheiden können. Ob jemand erfolgreich ist, hängt nicht nur davon ab, wie man sich – genau richtig – verhält, sondern auch davon, zu erkennen, wo man steht, zu reflektieren und entsprechend zu handeln. In diesem Seminar/Workshop machen wir Organisationen sichtbar. Und wir unterstützen unsere Kund*innen bei der Reflexion, um herauszufinden, wie sie dies nutzen können, um hilfreiche Lösungen zu finden.

Methoden: Selbstreflexion, Übungen, gegenseitiges Coaching, Supervision, Gruppenarbeit. Ein grundlegendes Handout (Folien) zur systemischen Theorie und systemischen Supervision wird im Voraus gesendet, um vorher studiert zu werden.

Neugierig auf Kaunas und darauf mit Kolleg*innen gemeinsam zu Organisationen zu reflektieren?

Der Litauische Verband der Supervisor*innen LPSKA und ich – Elisabeth Alder – laden ein.
Ort: Vytautas Magnus Universität (VMU), Jonavos Str. 66, Kaunas.
Zeit: 16. Juni 10.00 – 18.00 Uhr, 17. Juni 9.00 – 17.00 Uhr
Das Seminar wird in englischer Sprache abgehalten.
Die Kosten für das Seminar betragen 80 Euro.
Anmeldung bis zum 7. Juni unter folgendem Link: https://forms.gle/2aTTnCat64z7TYGH8  
Die Teilnahmegebühr ist bei der Anmeldung auf das LPSKA-Konto: LT817044060003969626 zu überweisen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Warum es Gender-Ziele braucht

Herzliche Gratulation an Monika Sternathova und die Erste zu ihrem erfolgreichen Weg vom Start des Erste Women’s Hub vor fast 10 Jahren bis heute.

Hier erklärt Monika, warum es Ziele braucht.

Damals war ich als Geburtshelferin dabei. Wir starteten als Organisations-Entwicklungs-Projekt, inspiriert von Otto Scharmers U. Das Projekt ging nach ca. einem Jahr in den laufenden Betrieb über. Der Erste Women’s Hub wird von den Betroffenen gelebt und immer weiter entwickelt. Es ist schön, das so wachsen zu sehen.

Am Dach des Erste Gebäudes

Supervision in der Pflegeausbildung

Schon lange habe ich keine so befriedigende Arbeit erlebt, wie die Unterstützung der Reflexion in der für uns alle so wichtigen Ausbildung der Pflegekräfte. Es war ein Pilotprojekt mit sehr positivem Feedback.

Auch um diese motivierten Menschen beim Berufseinstieg zu begleiten wäre regelmäßige Supervision wichtig. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich im Gesundheitssystem dafür finanzielle Ressourcen finden lassen.

Reflexion und berufliche Rollen

Danke lieber Siegfried Tatschl für deine hohe Kompetenz und deine Unterstützung der Ausbildung von Supervisorinnen in der Ukraine auch in diesen herausfordernden Zeiten.

Und danke der wunderbaren Gruppe, die Viktoria Sliusarenko immer wieder zusammenbringt. Es braucht ungeheuer viel Interesse und Motivation, um trotz Stromabschaltungen, Luftangriffen und Überlastung im Alltag diesen Weg weiter zu gehen. Welche herausragende Qualität ich dabei erleben darf, überrascht mich immer wieder und macht mich glücklich. Euch allen ein großes DANKE.

Ausbildungsseminar am 3. + 4. Feber 2023
Die Teilnehmerinnen leben derzeit in Odesa, L’viv, Kyiv und Ländern, in die einige geflüchtet sind – Polen, Deutschland und Armenien. Und sie bilden eine starke Gruppe.

Zukunftsseminar für Ärzte und Ärztinnen

Ärztliches Selbstverständnis im Spiegel sich ändernder Anforderungen

Anmeldung: Referat für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer für Wien,
E-Mail: fortbildung@aekwien.at, Fax: 01/512 60 23-124328.1.2023

Zeit: 09:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr – 10 DFP-Punkte
Ort: Ärztekammer für Wien, 1. Stock, Veranstaltungszentrum, Weihburggasse 10-12, 1010 Wien, Österreich

Ein Zukunftsseminar für Ärzt* innen.
Wir schauen gemeinsam, was für die Zukunft relevant ist, sein wird oder werden könnte.
#Lutz Groh #ThomasLion #Selbstbild #Menschen #Technologie
#zukunft #Ärzte #Ärztinnen #WienerÄrztekammer

  • Was macht Sie als Ärztinnen aus?
  • Was ist aus Richtung Digitalisierung zu erwarten?
  • Welche Überlegungen gibt es zu Gestaltung einer Beziehung von Ärztinnen zu Patient*innen deren Ziel auch die Erhaltung der Gesundheit ist?

Darum und um Vieles mehr wird es an diesem Tag gehen.

Ausbildung von Supervisorinnen in der Ukraine

Der Krieg hat uns alle erst einmal innehalten lassen, aber stoppen lassen wir uns nicht. Die nächsten Seminare folgen im Dezember und im Februar, und die Peergruppen arbeiten. Wenn irgendwas, sind wir heute noch motivierter und entschlossener weiter zu machen. Es ist schön die Teilnehmerinnen wieder zu sehen und mit ihnen zu arbeiten. Es klappt trotz der Widrigkeiten.

Die Kolleginnen in der Ukraine, die vor dem Krieg in verschiedenen Gruppen mit der Ausbildung zur Supervisorin begonnen haben, haben an diesem Wochenende ein Zeichen gesetzt, sie machen weiter.

Siebzehn Teilnehmerinnen zum Teil in der Ukraine, zum Teil über die halbe Welt verstreut, hat Viktoria Sliusarenko zusammengeholt. Zum Abschlussbild sind leider nicht alle. Es gab wieder Netzausfälle.

Dieses Wochenende ging es um Gruppen und Team Supervision, um Triangulierung und unterschiedliche Supervisionsprogramme. Theorie, Rollenspiel und Supervision von Situationen und Fällen der Teilnehmerinnen.

Wir machten weiter trotz bedeutender Hindernisse. Das bedeutet für jede Teilnehmerin einen Platz zu finden, wo es noch Strom gibt. Bei der Übersetzung zu improvisieren, je nachdem welche Übersetzerin am Netz ist. Das bedeutet für mich abwechselnd auf Deutsch oder auf Englisch vorzutragen. Um die Ausfälle zu überbrücken, haben wir uns entschlossen, alles außer der Fallarbeit aufzunehmen. Wer während der Veranstaltung Probleme mit dem Netz hat, kann es sich später ansehen.

Für die Unterstützung der Helfer der Flüchtlinge und für den Wiederaufbau des Landes werden diese Supervisorinnen einen wesentlichen Beitrag leisten. Es geht weiter um Professionalisierung, Einführung neuer Standards und um Vernetzung mit den ANSE Organisationen in ganz Europa.

Slava Ukrayiny Слава України ❤️❤️❤️    💙💛

Link der Ukrainischen Organisation: https://ussc.org.ua/

Discussing the Use of Supervision in a Situation of Crisis

It was a pleasure to work with the colleagues from Estonia and Latvia on Supervision in Crisis Situations. Вікторія Слюсаренко and I discussed the topic and developed some hypotheses mainly for the Russian attack on Ukraine. Unfortunately Viktoria could not join so I had the task to present our results to the group. The group worked on the influence of Covid 19 crisis. Similarities and differences – one step further on understanding.

Wie intervenieren? – Miteinander reden und tun!

„Durch’s Reden kommen die Leut zsamm“, sagen die Wiener. Das zeugt von vielen Jahre Erfahrung in einer multikulturellen Stadt.

Was Saliha Bava schreibt, geht noch einen Schritt weiter. Dialogische Prozesse – nicht die einzelne akademische Stimme oder die Spezialistin, nicht die Oberlehrer und nicht die gegenseitigen Beschuldigungen – verändern die Art, wie wir im normalen täglichen Umgang miteinander tun und reden, und sie verändern auch lang- und mittelfristig Strukturen und soziale Systeme.

Es entstehen neue Geschichten, neue Bedeutungen und neue Bedeutungs- und Handlungsrahmen. Man könnte auch sagen, es entsteht eine neue Kultur.

Alle die dieses Miteinander anregen und begleiten – ja auch wir Supervisor*innen – verändern die Welt.

Das kluge Zitat aus „Collaborative-Dialogic Practice: Relationships and Conversations that Make a Difference Across Contexts and Cultures (English Edition)“ von Harlene Anderson, Diane R. Gehart) in meinen Worten wiedergegeben:

Was wir sagen und wie wir interagieren (A) erzeugt Geschichten (auch im Sinne der Stories von Harari), einen Rahmen, und Bedeutungen, dessen was zählt (B). Umgekehrt beeinflussen diese Stories, Rahmen und Bedeutungen (B), was wir sagen und wie wir interagieren(A).

Durch Geschichten, Rahmen und Bedeutungen (B) werden strukturelle, systemische und soziale Räume (C) umgestaltet. Umgekehrt formen diese Räume (C) auch die Geschichten, Rahmen und Bedeutungen (B).

Die beiden Enden dieser unendlichen Schleife – Interaktionsräume (A) und Soziale Räume (C) werden durch Geschichten, Bedeutungen und Rahmen (B) miteinander in Einklang gebracht und navigiert.

Rahmen, Bedeutungen und Geschichten entstehen in dialogischen Interaktionen.

„The social/structural/systemic forces are created from within the relational processes of our utterances and interactions (A), which shapes and is shaped by our stories, frames, and meanings of what matters (B), which, in turn, shapes and is reshaped by the social, systemic, and structural spaces (C). The two “ends” of the double infinity loop—interactional (A) and social (C) spaces—are navigated and mediated by our social stories, frames, and the meanings (B) we occupy; all of which is created and sustained through dialogic interactions.“

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